Zweite Hälfte des 20sten Jahrhunderts bis heute

1953 - Karl W. Ziegler, Giulio Natta
Karl W. Ziegler und Giulio Natta entwickeln ein Verfahren zur Polymerisation von Ethylen unter niedrigem Druck. Damit schufen sie die Vorraussetzung für die industrielle Herstellung von Polyethylen. Beide erhalten für ihre Arbeiten 1963 den Chemie-Nobelpreis.

1958 - DuPont de Nemours
Basierend auf den Grundlagenexperimenten des Chemikers A. W. Hoffmann aus dem Jahre 1869, entwickeln die Techniker von DuPont de Nemours in den 50er Jahren einen neuen Kunststoff mittels Polymerisation von Formaldehyd. Der Werkstoff wird ab 1958 unter dem Markennamen DELRIN® verkauft.

1960 ff. - diverse Hersteller
Mit den 60er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts nimmt die Entwicklung von neuen Kunststoffen rapide zu.
Unternehmen wie General Electric, heute Sabic (Kunststoffe: PPO, PEI), Union Carbide (PSU), Phillips Petroleum (PPS), ICI Corporation, heute Victrex (PEEK), DuPont (PI), Amoco, heute Solvay (PAI, PPSU) oder BASF (PEK) erfinden eine Vielzahl von neuen, so genannten Hochleistungskunststoffen mit Eigenschaften, die man bisher nur metallischen Werktoffen zutraute.

1978 - ICI Corporation
In den Labors der ICI Corporation wird der Hochtemperaturthermoplast Polyetheretherketon (PEEK) entwickelt. Aus dieser Entwicklung entsteht 1993 durch ein Management-Buy-Out die Firma Victrex. Victrex macht PEEK zu dem bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Hochleistungskunststoff nach PTFE.

2000 - Alan J. Heeger, Alan G. MacDiarmid, Hideki Shirakawa
Den drei Professoren Heeger, MacDiarmid und Shirakawa wird der Nobelpreis für Chemie wegen Ihrer Forschungsarbeit an elektrisch leitenden Polymeren verliehen. Mit der Erfindung von elektrisch leitenden Polymeren gelingt die Kombination der elektrischen Eigenschaften von Metall mit der Flexibilität von Kunststoffen.

Suche